Biogas
Zum Betrieb gehört auch eine Biogasanlage auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Versorgt wird die Biogasanlage zum großen Teil mit Kleegras, das auf den eigenen Flächen sowie auf landwirtschaftlichen Partnerbetrieben angebaut wird. Die sonnengespeicherte Energie im Kleegras wird in der Biogasanlage zu Methan umgewandelt. Mit diesem Methangas werden die Motoren zur Stromerzeugung betrieben. Übrig bleibt ein wertvoller Dünger, der Stickstoff, Phosphor, Kali und Spurenelemente enthält. Damit werden alle unsere Pflanzen im darauffolgenden Jahr wieder gedüngt. Zudem wird Rindermist eingesetzt, um dieses Energiepotenzial auszunutzen. Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Mit der erzeugten Wärme wird im Winter das nahegelegene Industriegebiet, Anwohner im Ort sowie der komplette Hof geheizt. Im Sommer dient die Wärme zur Trocknung von Getreide und Zwiebeln.
Photovoltaik
Für die Lagerung unserer Feldfrüchte benötigen wir große Hallen, auf deren Dächern wir mehrere Photovoltaikanlagen montiert haben. Den umweltfreundlich erzeugten Strom verwenden wir zum Kühlen und Lüften unserer Ernte. Der Überschuss wird in das öffentliche Netz eingespeist.
Information für die Öffentlichkeit gemäß §8a der 12. Bundesimmissionsschutzverordnung (Störfallverordnung)
Informationen zu Betreiber und Anlage:
Name des Betreibers:
Georg Großmann-Neuhäusler
Großmann-Neuhäusler Energie GmbH
Anschrift des Betreibers:
Röhrmooser Straße 12
85256 Vierkirchen OT Pasenbach
Standort des Betriebsbereiches
Röhrmooser Straße 12
85256 Vierkirchen OT Pasenbach
Die vorliegende Biogasanlage unterliegt den Vorschriften der 12. Bundesimmissionsschutzverordnung. Bei der zuständigen Behörde (Landratsamt Dachau) wurde eine Anzeige nach §7 Absatz 1 12. BImSchV vorgelegt und am: 03.12.2024 bestätigt.
Die Biogasanlage erzeugt aus folgenden Einsatzstoffen Biogas:
- Maissilage
- Gassilage
- Rindermist
- Getreide
- Körnermais
In der Biogasanlage werden folgende Tätigkeiten durchgeführt:
- Einlagerung von Biomasse in Form von Silagen
- Entnahme von Biomasse aus Fahrsilos und Zugabe in den Fermentationsprozess (Vorgrube, Feststoffdosierer)
- Pumpvorgänge zwischen den Einbringsystemen, Fermentern, Nachgär- und Gärrestbehältern
- Zwischenlagerung der vergorenen Gärreste
- Entnahme der vergorenen Gärreste zum Weitertransport und/oder Ausbringung zur bedarfsgerechten Ausbringung als Wirtschaftsdünger auf landwirtschaftlichen Flächen
- Erzeugung von Biogas im gasdichten Fermentationssystem
- Zwischenspeicherung des erzeugten Biogases im Gasspeichersystem (Tragluftdächer)
- Verstromung des Biogases in Blockheizkraftwerken
- Nutzung der Wärme zur Beheizung der Fermenter/ Nachgärer
- Versorgung von externen Wärmeabnehmern (Betrieb und Gemeinde)
Übersicht über relevante gefährliche Stoffe nach Stoffliste Anhang I Nummer 1 12. BImSchV:
Stoffbezeichnung | H-Sätze | Menge | Einordnung Stoffliste nach 12. BImSchV | Mengenschwelle von Betriebsbereichen der | |
unteren Klasse | oberen Klasse | ||||
Biogas | H220 | 19.256 kg | 1.2.2 | 10.000 | 50.000 |
Methan | H220 | Variiert nach Methangehalt | 1.2.2 | 10.000 | 50.000 |
Schwefelwasserstoff | H220, H330, H335, H400 | Geringe Mengen | 1.1.2 | 50.000 | 200.000 |
1.2.2 | 10.000 | 50.000 |
Sollte es im Rahmen eines meldepflichtigen Ereignisses zu einem Austreten von Biogas oder Gärresten in gefahrdrohenden Mengen kommen wird immer die Rettungsleitstelle informiert. Weitere Informationen sind elektronisch über die Homepage des Fachverbands für Biogas abzurufen.